Jahresbericht 2007

Jahresbericht 2007

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Organisation für Transformative Werke

JAHRESBERICHT 2007

INHALT

  • 2007 im Rückblick
    • Eine entscheidende Idee
    • Anfänge
    • Aufbau der OTW
  • 2008: Auf zu neuen Ufern
    • Stimmen aus der OTW
  • Finanzen
    • Bericht über die finanzielle Situation
    • Bericht über Leistungen
    • Bericht über operative Ausgaben
    • Anmerkungen zu den Bilanzen
  • Über die OTW
    • Woran wir glauben
    • Wer wir sind
    • Mitarbeit

2007 IM RÜCKBLICK / EINE ENTSCHEIDENDE IDEE

„Wir brauchen ein eigenes zentrales Archiv … Etwas, das sich nicht vor Google oder anderen Formen von Öffentlichkeit versteckt, sondern klar und deutlich sagt, dass unser Hobby legal ist, ohne mit den IPs anderer Leute Geld zu verdienen. Es sollte es uns leichter machen, unser Hobby gemeinsam zu feiern und einen einladenden Ort für neue Fans schaffen, der sich unserer Geschichte bewusst ist und hinter dem unsere Gemeinschaft steht.“ – aus „An Archive of One’s Own“, von Astolat am 17.05.2007 auf Livejournal gepostet.

Im Frühjahr 2007 hatte eine Gruppe von Fans eine entscheidende neue Idee:

  • Was, wenn man die hunderttausenden von Fans geschaffenen Geschichten, Videos und Bilder feiern würde anstatt sie zu verstecken?
  • Was, wenn Fans Zugang zu einem Online-Archiv hätten, das nicht bei dem kleinsten Hinweis auf eine Klage klein beigeben oder auf die Laune eines Anzeigenkunden hin die Nutzungsbedingungen ändern würde?
  • Was, wenn es gar keine Anzeigenkunden gäbe?
  • Was, wenn sich eine Gruppe für die Legalität transformativer Werke stark machen würde, anstatt falsche Annahmen über das Urheberrecht einfach so stehen zu lassen?
  • Und was, wenn schöpferisch tätige Fans und KonsumentInnen von Fanwerken ihre Vergangenheit feiern und mit einer größeren Gruppe teilen würden, anstatt vier Jahrzehnte kultureller Geschichte neu schreiben zu lassen?

Im Frühjahr 2007 wurde die Organisation für Transformative Werke geboren.

2007 IM RÜCKBLICK/ ANFÄNGE

„Ich weiß, dass wir ProjektleiterInnen unter uns haben — und ProgrammiererInnen und DesignerInnen — können wir das nicht hinbekommen? Im Ernst, Leute — wir können eine Seite erstellen, die um Längen besser und attraktiver für Fanfic-AutorInnen/LeserInnen wäre als alle anderen da draußen, weil wir sie auch tatsächlich BENUTZEN.“ – aus Astolats „An Archive of One’s Own“-Post

Hunderte antworteten auf diesen ersten Aufruf und boten ihre Hilfe an. Im Juli hatte sich bereits ein Vorstand zusammengefunden und die Arbeitsgruppen nahmen langsam Gestalt an. Je mehr Leute ihre Hilfe anboten, desto mehr neue Ideen brachten sie mit: Wie wäre es mit einer Fachzeitschrift? Oder einer Möglichkeit gefährdeten Archiven zu helfen?

Ende 2007 hatte sich das, was als Idee für ein gemeinnütziges Archiv begann, zur ausgewachsenen Organisation für Transformative Werke entwickelt. Es folgen einige Höhepunkte:

DER ABLAUF

  • 17. Mai: Astolat schlägt ein eigenes Archiv vor.
  • 20. Mai: Die Livejournal-Community „FanArchive“ (später in „OTW_news“ umbenannt) wird erstellt.
  • 4. Juni: Die Organisatoren rufen Freiwillige zur Hilfe auf. Hunderte antworten.
  • 22. Juni: Der Vorstand hält seine erste Sitzung ab. Der Name „Organization for Transformative Works“ wird vorgeschlagen.
  • 17. August: Die Leiter der Arbeitsgruppen treffen sich zum ersten Mal. Die Hauptprojekte der OTW werden festgelegt: das Archiv, rechtlicher Beistand für Fans und ein Fandom-Wiki.
  • 5. September: Die OTW wird als gemeinnützige Organisation im US-Bundesstaat Delaware eingetragen.
  • 15. September: Der Vorstand segnet die erste Version der „Woran wir glauben“-Erklärung ab.
  • 28. September: transformativeworks.org geht online.
  • 5. Oktober: Die Bemühung, im Rahmen des Archiv-Projekts mehr Fans das Programmieren beizubringen, beginnt mit einem Kampf der Programmiersprachen Python vs. Ruby. (Ruby gewinnt.)
  • 12. November: Die OTW wird das erste Mal in der Mainstream-Presse erwähnt, als die bekannte Vidderin und OTW-Unterstützerin Luminosity im New York Magazine vorgestellt wird.
  • 28. November: Die OTW gibt bekannt, dass sie eine neue Fachzeitschrift zu fanbezogener Forschung herausgeben wird, die den Titel „Transformative Works and Cultures“ tragen soll.
  • 11. Dezember: Die „Woran wir glauben“-Erklärung wird nach Rückmeldungen aus der Fangemeinde umgeschrieben.
  • 27. Dezember: Der erste Online-Gruppenchat der OTW findet statt.

2007 IM RÜCKBLICK / AUFBAU DER OTW

PROJEKTE

EIN EIGENES ARCHIV ist eine nicht-kommerzielle und gemeinnützige zentrale Plattform für Fanfiction und andere transformative Fanwerke, die auf Open Source Archiv-Software basiert. Die Software wird veröffentlicht werden, so dass Fans mit ihrer Hilfe eigene stabile und voll ausgestattete Archive betreiben können. Ziel ist es, das Archiv bis August 2008 öffentlich zu starten.

TRANSFORMATIVE WORKS AND CULTURES ist eine von Experten begutachtete wissenschaftliche Fachzeitschrift, deren Ziel es ist, Forschung zu Fanwerken und -praktiken zu fördern. Die erste Augabe wird Ende 2008 erscheinen.

RECHTSBEISTAND: Die OTW ist der Ansicht, dass von Fans geschaffene Werke als kreative und transformative Arbeiten in den Kernbereich der Fair Use-Doktrin fallen. Die OTW wird sich daher dafür engagieren, diese Fanwerke gegen kommerzielle Ausbeutung und juristische Anfechtung zu schützen und zu verteidigen. Dieses Angebot wird sich nicht auf die Fans und Projekte beschränken, die mit der OTW in Verbindung stehen.

OFFENE TÜREN hat sich der Aufgabe verschrieben, gefährdeten Fanprojekten eine Zuflucht zu bieten. Einige dieser Projekte sollen in das Eigene Archiv oder das Wiki integriert werden, sobald diese Dienste aktiv sind. Andere, die eine besondere historische Bedeutung haben oder die strukturbedingt schwer zu integrieren sind, können als eigene, gesonderte Archive bewahrt werden

WIKI: Um die Geschichte transformativer Fanschöpfungen und der Fandoms, aus denen sie entstanden sind, zu erhalten, entwickelt die OTW ein eigenes Fandom-Wiki, dessen Probestart für das zweite Halbjahr 2008 geplant ist.

ANDERE EXISTIERENDE ARBEITSGRUPPEN

  • ERREICHBARKEIT, DESIGN & TECHNOLOGIE
  • KONTAKT ZUR FANGEMEINDE
  • INHALTS-GRUNDSÄTZE
  • ENTWICKLUNG & MITGLIEDSCHAFT
  • WAHLEN
  • FINANZEN
  • RECHT
  • PRESSE & ÖFFENTLICHKEIT
  • SYSTEME
  • EHRENAMTLICHE MITARBEIT & ANWERBUNG

2008: AUF ZU NEUEN UFERN

2007 wurde die Organisation für Transformative Werke gegründet. 2008 wird die OTW ihre ersten großen Projekte veröffentlichen und damit eine neue „Eingangstür“ für die SchöpferInnen und KonsumentInnen von Fanwerken schaffen.

VORAUSSICHTLICHE MEILENSTEINE 2008

  • Februar: „Transformative Works and Cultures“ startet mit einem Aufruf, Beiträge einzusenden.
  • März: Die OTW bietet erstmals eine Mitgliedschaft für jährliche US$10 an. Mitglieder können den Vorstand wählen und haben Mitspracherecht bei Fragen der Organisation. Projekte der OTW (das Archiv eingeschlossen) werden allen offenstehen, unabhängig von der Mitgliedschaft.
  • April: Das Wiki öffnet seine Tore.
  • Mai: Erste Tests der Archivsoftware werden durchgeführt.
  • Juni: Die Arbeit am Oral-History-Projekt zu Fanvideos wird aufgenommen.
  • August: Das Eigene Archiv wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  • September: Die ersten OTW-Wahlen finden statt. Ein Drittel der derzeitigen Vorstandsmitglieder wird durch gewählte Mitglieder ersetzt (die anderen zwei Drittel werden in den folgenden Jahren ersetzt).

STIMMEN AUS DER OTW

„Ich selber war schon Fan, lange bevor ich mein Hobby auch zum Beruf gemacht habe. Ich glaube fest, dass transformatives Schaffen sowohl diejenigen bereichert, die es tun, als auch diejenigen, die dazu inspirieren.“—Naomi Novik

„Wir haben diese Dinge, diese Fanfics und Vids und Archive und Conventions für uns selbst geschaffen, weil das eben das ist was wir tun, wenn sie nicht zugucken, und wir bereuen es nicht.“—Watersword

„Wir sind nicht anonym, wir sind nicht länger im Untergrund. … Wir waren nicht mehr wirklich im Untergrund seit wir in den Suchmaschinen aufgetaucht sind, falls wir es überhaupt jemals waren.“—Elynross

„Ich mache wegen der Fans von heute mit, um ihnen etwas anzubieten, das sie vielleicht gar nicht wollen und auch nicht benutzen müssen. Ich mache wegen der Fans von morgen mit, damit sie Zugang zu der Geschenkökonomie der Fans haben, die ich so schätze.“—Ainsley

„Menschen außerhalb des Fandoms verstehen das Fandom nicht. Es ist an uns, uns selber zu verteidigen; es ist an uns zu erklären, was unsere Community ist; es ist an uns, einen sicheren Platz für unsere Fanwerke zu schaffen.“—Femmequixotic

„Wir müssen etwas tun, bevor irgend ein Geschäftsmann kommt, unser Gebiet einnimmt und uns ein kleines Stück unseres Landes zugesteht, solange wir weiter Inhalte produzieren, die man irgendwelchen Anzeigenkunden verkaufen kann.“ —Wickedwords

„Weil ich will, dass die verdammten Server uns gehören, klar? Weil ich einen Ort haben möchte, wo wir nicht wegen Regelverstößen so einfach gelöscht werden können und wo nicht plötzlich das Licht ausgeht oder jemand versucht uns vorzuschreiben, welche Art von Geschichten wir uns erzählen dürfen.“—Cesperanza

Organisation für Transformative Werke
BERICHT ÜBER DIE FINANZIELLE SITUATION: 31. Dezember 2007
Kapital 2007
AKTUELLES VERMÖGEN:
Bargeld und Bargeldäquivalente 6.636
AKTUELLES VERMÖGEN GESAMT 6.636
ANDERE VERMÖGENSWERTE
Vermögen gesamt 6.636
Zahlungsverpflichtungen und Nettovermögen
AKTUELLE ZAHLUNGSVERPFLICHTUNGEN
Schulden und angefallene Gebühren
Aktuelle Zahlungsverpflichtungen gesamt
Nettovermögen
Verfügbares Nettovermögen 6.636
Frei verfügbares Nettovermögen gesamt 6.636
Zeitweise zweckgebundenes Nettovermögen
Nettovermögen gesamt 6.636
Zahlungsverpflichtungen und Nettovermögen gesamt US$ 6.636

FINANZEN / BERICHT ÜBER LEISTUNGEN

Organisation für Transformative Werke
BERICHT ÜBER LEISTUNGEN
Für das am 31.12.2007 endende Kalenderjahr
Frei verfügbar Zeitweise zweckgebunden Gesamt
Unterstützung und Einnahmen
Spenden 6.030 6.030
Gründungssubventionen
Mitgliedsbeiträge
Besondere Ereignisse 1.335 1.335
Sachspenden 893 893
Beihilfen und Einkünfte gesamt 8.258 8.258
Ausgaben
Programmdienste 448 448
Verwaltung und Allgemeines 904 904
Spendenwerbung 269 269
Ausgaben gesamt 1.622 1.622
Änderung im Nettovermögen 6.636 6.636
Nettovermögen zu Jahresbeginn
Nettovermögen zum Jahresende US$ 6.636 US$ 6.636

FINANZEN / BERICHT ÜBER OPERATIVE AUSGABEN

Organisation für Transformative Werke
BERICHT ÜBER OPERATIVE AUSGABEN
Für das am 31.12.2007 endende Kalenderjahr
Programm Verwaltung und Allgemeines Spendenwerbung Gesamt
Ausgaben
Paypal-Gebühren 35 35
Projektleitung 326 326
Buchhaltung 30 30
Gebühr für die Eintragung 179 179
Archivdesign 211 211
Kauf der Domains 237 237 474
Spendenwerbung 269 269
Verschiedenes 98 98
Gesamtausgaben US$ 448 US$ 904 US$ 269 US$ 1.622

FINANZEN / ANMERKUNGEN ZU DEN BILANZEN

Organisation für Transformative Werke ANMERKUNGEN ZU DEN BILANZEN 31. Dezember 2007

1. Organisation und Zusammenfassung wichtiger Buchführungsgrundsätze Organisation: Die Organisation für Transformative Werke (OTW) ist eine in Delaware eingetragene gemeinnützige Organisation und hat den 501(c)(3) Status der Gemeinnützigkeit nach der Abgabenordnung der USA beantragt. Die OTW ist eine von Fans gegründete gemeinnützige Organisation. Sie soll den Interessen der Fans dienen, indem sie ihnen einen Zugang zu Fankultur und -werken in ihren unzähligen Formen bietet und deren Geschichte bewahrt. Die OTW ist eine gemeinschaftliche Initiative, die von Fans für Fans in die Wege geleitet und betrieben wird. Momentan arbeiten mehr als sechzig Fans auf freiwilliger Basis an vier Hauptprojekten: der Gründung eines rechtlichen Netzwerks für Fans, deren Fanschöpfungen angefochten werden, der Gründung eines Fan-Wikis, das der Allgemeinheit Informationen über das Fandom bereitstellt, der Online-Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift (Transformative Works and Cultures) und dem Aufbau eines Online-Archivs für Fanschöpfungen (Ein Eigenes Archiv/An Archive Of Our Own).

Grundlage der Darstellung: Die vorliegenden Bilanzen werden mit der Barwertmethode des Buchhaltungswesens dargestellt.

Darstellung der Bilanzen: Die Informationen über die finanzielle Situation und Leistungen werden nach der gängigen Unterteilung von Nettovermögen klassifiziert: frei verfügbares Nettovermögen, zeitweise zweckgebundenes Nettovermögen und dauerhaft zweckgebundenes Nettovermögen. Momentan werden alle Vermögenswerte als frei verfügbar eingeordnet. Zusätzlich werden alle Ausgaben in Programmdienstleistungskosten (momentan die Schaffung des Fanwerke-Archivs) und Unterstützungskosten unterteilt. Unterstützungskosten sind Verwaltungskosten, allgemeine Kosten und Kosten zur Finanzmittelbeschaffung.

Bargeld und Bargeldäquivalente: Die Bargeldkonten der OTW sind staatlich abgesichert. Die Organisation verfügt über keine Bargeldäquivalente.

Verwendung von Schätzungen: Beim Erstellen von Bilanzen nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung stellen die Verantwortlichen Schätzungen und Annahmen auf, die folgende Aspekte berühren: die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung vorliegenden Beträge der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie das Ausweisen von zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Eventualguthaben und Eventualverbindlichkeiten, und die berichteten Einkommensbeträge und Ausgabenbeträge während des Berichtzeitraums. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Spenden: Die OTW zählt alle erhaltenen Spenden, die nicht an Bedingungen gebunden sind, als Einkommen in diesem Zeitraum. Die erhaltenen Spenden werden als frei verfügbare, zeitweise zweckgebundene oder dauerhaft zweckgebundene Unterstützung erfasst, je nachdem, ob und in welcher Art einschränkende Anweisungen von SpenderInnen vorliegen. Soweit keine solche Anweisungen vorliegen, werden alle Spenden als frei verfügbar gewertet.

Gespendete Dienstleistungen: Die OTW weist den geleisteten Freiwilligendiensten im Bericht über Leistungen keinen finanziellen Wert zu. Die hier aufgeführten Sachspenden beinhalten die Zahlung von Anfangskosten wie etwa Eintragungsgebühren und Postfachmiete.

Mitgliedsbeiträge — Mitgliedsbeiträge werden als Einnahmen für den von den Beiträgen gedeckten Mitgliedschaftszeitraum gezählt. Die OTW-Mitgliedschaft muss jedes Jahr erneuert werden; da die OTW jedoch ihre erste Mitgliederwerbung nicht vor Ende des Rechnungsjahres durchführte, sind in dieser Bilanz keine Mitgliedsbeiträge aufgeführt.

Funktionale Gemeinkostenumlage — Die Kosten für die Bereitstellung der verschiedenen Programme und anderer Leistungen wurden auf funktionaler Bemessungsgrundlage im Bericht über Leistungen zusammengefasst. Dementsprechend wurden gewisse Ausgaben auf die begünstigten Programme und unterstützenden Dienstleistungen verteilt.

Einkommenssteuern — Die OTW hat die Erlassung der Bundeseinkommenssteuern und bundesstaatlicher Konzessionssteuern beantragt. Grundlage ist Abschnitt 501(c)(3) der US-Abgabenordnung beziehungsweise Abschnitt 1902(b)(6), Titel 30 des Delaware State Taxation Code. Daher werden in diesen Bilanzen keine Rücklagen für Einkommenssteuern ausgewiesen.

Konzentration des Kreditrisikos — Die OTW unterhält ihr Bargeldkonto bei einer einzigen Bank. Die Konten dieser Bank sind über die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) bis hin zu US$ 100.000 versichert.

ÜBER DIE OTW / UNSERE ZIELE

UNSERE ZIELE

Die OTW ist eine von Fans gegründete gemeinnützige Organisation. Sie soll den Interessen der Fans dienen, indem sie ihnen einen Zugang zu Fankulturen und -werken in ihren unzähligen Formen bietet und deren Geschichte bewahrt. Wir sind der Ansicht, dass Fanwerke transformativ sind und dass transformative Werke legitim sind. Die OTW repräsentiert einen Brauch transformativer Fanschöpfungen, der geschichtlich in einer überwiegend weiblichen Kultur verwurzelt ist. Die OTW wird diese Geschichte beim Verfolgen ihrer Ziele bewahren, wobei wir ausdrücklich neue und nicht dem Mainstream verpflichtete Äußerungen kultureller Identität innerhalb des Fandoms begrüßen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird die OTW den Grundstein für eine lebendige und kreative Organisation legen, indem wir:

  • die OTW in den USA als IRS-anerkannte Non-Profit-Organisation etablieren.
  • die Infrastruktur der OTW aufbauen, indem wir einen Vorstand ernennen und Arbeitsgruppen bilden, Mitglieder anwerben und um Spenden bitten, Bündnisse schließen und Wahlen abhalten.
  • die Mitwirkung der Fangemeinde und den Austausch mit ihr begrüßen — über die OTW-Webseite und überall, wo Fans online und offline zusammenkommen.
  • Ein Eigenes Archiv entwerfen, programmieren und eröffnen: ein Internet-Archiv, das transformative Fanwerke beherbergt.
  • Wege erschließen, den Zugang zu Fanschöpfungen so einfach wie möglich zu gestalten.
  • ein Rechtsbeistands-Projekt anstoßen und Bündnisse schließen, um Fanwerke vor rechtlicher Anfechtung zu schützen.
  • ein Fan-Wiki aufbauen, um die Geschichte transformativer Fanschöpfungen und der Fandoms, aus denen sie entstanden sind, zu bewahren.
  • eine expertengeprüfte wissenschaftliche Fachzeitschrift gründen, um die Forschung zu Fanschöpfungen und Fanpraktiken zu fördern.
  • einen langfristigen Plan für die Organisation entwickeln.
  • zusätzliche Projekte anstoßen, die für das transformative Fandom relevant sind, so etwa die Bewahrung von Fanwerken und Fangeschichte, den Aufbau und die Pflege nützlicher Infrastruktur für Fans, und die Unterstützung wissenschaftlicher Forschung über das Fandom.

ÜBER DIE OTW / WER WIR SIND

Die Organisation für Transformative Werke wird von Fans für Fans betrieben. Die Mitglieder des Vorstands sind alle im Fandom aktiv, genauso wie die mehr als sechzig Leute, die sich in den 13 Arbeitsgruppen engagieren.

VORSTAND

NAOMI NOVIK ist die Autorin der preisgekrönten historischen Fantasy-Serie Temeraire, die in 23 Sprachen übersetzt wurde. Die Filmrechte daran hat der Regisseur Peter Jackson erworben. Novik ist seit 1994 im Online-Fandom aktiv und Geschichten und Vids in mehr als 42 Fandoms veröffentlicht und hat einige von Fans betriebene Einrichtungen gegründet, unter anderem eine Vidding-Convention und einen jährlich stattfindenden, Fandom-übergreifenden Geschichtenaustausch. Die Open-Source-Software Automated Archive stammt von ihr.

KELLYANN BESSA hat einen Management-Bachelor of Science von der Cardinal Stritch University und arbeitet zur Zeit als Personalberaterin für eine Investment-Firma. Sie ist seit fast zehn Jahren im Fandom als Autorin, Mailinglisten-Betreiberin, Community-Moderatorin und Webmasterin aktiv. Neben verschiedenen Archiven betreut sie auch die Webseiten mehrerer Fanfiction-Autoren. Sie arbeitet noch immer jede Woche mehrere Stunden in ihrem örtlichen Comicbuchladen und ist Teil der feministischen Comic-Fangemeinde im Internet.

FRANCESCA COPPA, PH.D., ist Leiterin des Instituts für Filmstudien und außerordentliche Professorin für Englisch am Muhlenberg College in Pennsylvania, wo sie Seminare über Dramen, Populärliteratur und die Erzählkultur der Massenmedien hält. Ihre Forschungen über das Medien-Fandom wurden im Sammelband Fan Fiction and Fan Communities in the Age of the Internet veröffentlicht und auf der Media in Transition-Konferenz des MIT vorgestellt. Seit Mitte der 1990er Jahre engagiert sie sich im Online-Fandom als Autorin, Mailinglisten-Administratorin, Vidderin, Archivbetreiberin und Community-Moderatorin.

CATHY CUPITT, DCA, lehrt Schreiben und Shakespeare an der University of Western Australia und hält einen Doktortitel in Creative Arts von der Curtin University of Technology. Ihre Geschichten sind in australischen Zeitschriften wie Westerly und Borderlands erschienen, und 1997 gewann sie den ersten Platz des Hyundai 20th Anniversary World-wide Essay Contest. Seit sie 1988 das Fandom entdeckte, hat Cupitt für neun Fandoms geschrieben und betreibt eine vielbesuchte Rezensionswebseite, und war 2001 Co-Organisatorin und -Vorsitzende von Australiens nationaler Science Fiction Convention.

SUSAN GIBEL, J.D., ist Senior Manager beim Center for Effective Public Policy, Inc., einer Non-Profit-Organisation, die andere Einrichtungen dabei unterstützt, tragfähige Lösungen für Public Policy zu entwickeln und umzusetzen. Ihre Arbeit dort konzentriert sich auf nationale Initiativen zu Training und technischer Unterstützung im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt und Täter-Resozialisierung. Sie hat mit Anti-Gewalt-Organisationen auf den Gebieten häusliche Gewalt und Queer Rights zusammengearbeitet und besitzt einen Abschluss in Rechtswissenschaften von der University of Minnesota. Gibel ist seit Mitte der 1970er im Fandom und schreibt in einer Handvoll Fandoms, vor allem Due South.

MICHELE TEPPER, PH.D., ist Interaktions-Designerin und Expertin für Usability, die Firmen hilft, einprägsame und erfolgreiche Software, Webseiten und digitale Anwendungen zu entwerfen. Sie hat einflussreiche Aufsätze über die Internetgemeinde und soziale Software geschrieben und ist die ehemalige Web-Producerin der Zeitschrift Lingua Franca. Sie hat einen Doktortitel von der University of Michigan. Tepper war eine der Gründerinnen und Designerinnen von buffistas.org, einer von Fans aufgebauten und betriebenen Website mit Fokus auf die Serie Buffy – Im Bann der Dämonen.

REBECCA TUSHNET, J.D., ist Professorin am Georgetown University Law Center. Als Absolventin der Yale Law School arbeitete sie unter dem Vorsitzenden Richter Edward R. Becker am Bundesberufungsgericht für den Dritten Bezirk in Philadelphia und unter dem Beigeordneten Richter David H. Souter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Sie war als Anwältin für Gewerblichen Rechtsschutz bei Debevoise & Plimpton tätig, bevor sie zum Fachbereich der New York University wechselte, der damals nach Georgetown zog. Sie betreibt ein Blog über Werbung und Gewerblichen Rechtsschutz auf http://tushnet.blogspot.com und hat mehrere Fanfiction-Webseiten bei Streitigkeiten mit Urheberrechts- und Markenrechtsinhabern beraten und vertreten. Tushnet ist seit 1996 im Online-Fandom aktiv. [/no-glossary]